17 Oktober, 2019
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NO Stalk-App

Wem es passiert, der fühlt sich verfolgt, belästigt und bedroht und das über einen langen Zeitraum. Die Rede ist von Nachstellungen bzw. von Stalking. Häufig werden ehemalige Lebens- oder Ehepartner zu Stalkern, in 75 % der Fälle kennen die Betroffenen die Person. Aber was passiert da eigentlich genau? Und wie können sich Betroffene gegen Stalking wehren?

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Stalking – auf Deutsch Nachstellung – ist ein Begriff aus der Jägersprache. Das macht deutlich: Betroffene werden regelrecht von den Tätern gejagt. Juristisch gesehen, gehört zum Stalken aber noch mehr. Martina Linke, ehemalige Kriminalbeamtin und ehrenamtliche Mitarbeiterin des WEISSEN RINGS, erklärt: „Stalking ist grundsätzlich, also wenn wir im Strafrecht bleiben, dass Menschen andere Menschen fortgesetzt, systematisch verfolgen, bedrohen, beleidigen, terrorisieren.“

Hilfe suchen

Strafbar ist das Stalken aber erst, wenn das Opfer dem Nachsteller einmal unmissverständlich deutlich gemacht hat, dass es das nicht möchte. Wenn das den Täter nicht abschreckt, sollte das Opfer weitere Schritte einleiten. „Wenn Opfer das Gefühl haben, dass eine Grenze, dass ihre persönliche Grenze überschritten wird, dann würde ich den Menschen raten, sich Hilfe zu holen, zumindest eine Beratung, dass sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten, zum Beispiel“, sagt Martina Linke.

Mit NO STALK alles dokumentieren

Eine erste Anlaufstelle für Stalking Opfer bietet der WEISSE RING. Um Betroffenen zu helfen, hat der Verein  zudem die App „NO STALK –“ entwickelt. „Die Opfer von Stalking fühlen sich sehr belastet in doppelter Hinsicht: Einmal durch die Handlung des Stalkers selbst und einmal durch die Notwendigkeit, dass sie das, was ihnen passiert, dokumentieren müssen“, erläutert Martina Linke. „Und in diesem Kontext, denke ich, ist es hervorragend, dass der WEISSE RING eine App entwickelt hat, wo Menschen, die von Stalking betroffen sind, sehr effizient in Bild und Ton und auch in Textformeln das Geschehen sichern können.“

Selbst wenn der Stalker das Handy entwendet, sind die Daten in einem Rechenzentrum in Deutschland gesichert. Runterladen kann man die kostenlose App übrigens auf www.nostalk.de oder in den üblichen App Stores.

Ein Beitrag erstellt in Zusammenarbeit mit der WEISSER RING Stiftung

Weiterführende Informationen

finden Sie unter http://www.nostalk.de

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