26 August, 2019
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Heimische Hülsenfrüchte auf dem Vormarsch

Die Europäische Nachhaltigkeitswoche hat das Ziel, Aufmerksamkeit für sämtliche Projekte zu schaffen, die unserer Umwelt zugutekommen. Und wir möchten deshalb auf heimische Hülsenfrüchte aufmerksam machen, die in Sachen Nachhaltigkeit jede Menge Vorteile für Mensch, Umwelt und Landwirtschaft bieten.

Hülsenfrüchte wie Ackerbohnen, Süßlupinen und Körnererbsen sowie heimisch angebautes Soja sind bei den Deutschen noch weitgehend unbekannt. Dabei bieten die hochwertigen Eiweißpflanzen großes Potenzial in Sachen Nachhaltigkeit. Diplom-Oecotrophologin Hella Hansen erklärt: „Körnerleguminosen sind ganz einfach Hülsenfrüchte und sie sind regional, nachhaltig und eine gentechnikfreie Alternative für Importsoya. Also sehr nachhaltig. Für Veganer und Vegetarier bringen sie super hochwertiges pflanzliches Eiweiß auf den Teller. Und sie sind auch sehr vielseitig und können auch in leckeren Rezepten verarbeitet werden.“

Hülsenfrüchte haben ihren eigenen Stickstoffdünger

Die Landwirte schätzen die Körnerleguminosen zum Beispiel auch aufgrund ihrer ökologisch besonderen Symbiose-Eigenschaften. „Hülsenfrüchte sind die einzigen Pflanzen, die ihren eigenen Stickstoffdünger produzieren könne. Das klappt in einer Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien. Sie docken an den Wurzeln der Pflanzen an. Sammeln Stickstoff aus der Luft und wandeln ihn so um, dass die Pflanze ihn nutzen kann. Die Landwirte sparen so Düngemittel und schützen die Umwelt“, erläutert Hella Hansen. Zusätzlich können durch die Körnerleguminosen Futtermittelimporte reduziert werden. Das schützt den Regenwald und vermindert aufwändige Transporte.

Ein Beitrag erstellt in Zusammenarbeit mit der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V.

Weiterführende Informationen

finden Sie unter http://www.ufop.de

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