26 November, 2020
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Elektrofahrräder boomen – auch dank Mahle

In Zeiten von Corona stecken viele Branchen in der Krise. Es gibt aber auch Gewinner. Dazu gehört die Fahrrad-Branche. Die Nachfrage ist in diesem Jahr so hoch wie noch nie. Besonders beliebt sind Modelle mit Elektro-Antrieb, also E-Bikes. Dort geht der Trend zu immer schlankeren und ausgefeilteren Antriebssystemen. Dahinter steckt manchmal sogar Know-How aus der Auto-Industrie, wie zum Beispiel beim Stuttgarter Technologie-Konzern Mahle. Andrea Bauer hat die E-Bike-Spezialisten besucht.

Arthur  – eines der schönsten E-Bikes Deutschlands

In einer Werkstatt in Berlin-Kreuzberg entsteht eines der schönsten E-Bikes Deutschlands. Der Hersteller Schindelhauer hat dort das Modell Arthur entworfen. Es ist seit gut einem halben Jahr auf dem Markt und hat schon viel Lob von Kritikern und Kunden eingeheimst. Designer loben Arthur, weil es besonders schlank ist. Das Antriebssystem ist auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen. Das war auch das Ziel, sagt Jochen Sommer. Er leitet die eBike-Sparte beim Stuttgarter Technologie-Konzern Mahle. Dort wurde das komplette Antriebssystem für das schlanke Schindelhauer-Bike entwickelt. Die Idee: Ein Modell, das nach Fahrrad aussieht und sich auch so anfühlt.  „Das heißt, ich hab Antriebssysteme, die bei uns zum Beispiel im Hinterrad integriert sind, wir haben eine sehr schön im Rahmen integrierte Batterie. Das heißt, wenn sie ein typisches E-Bike im Vergleich zu einem E-Bike mit unserem Antriebssystem sehen, erkennen sie ein E-Bike mit unserem Antriebssystem auf den ersten Blick tatsächlich nicht als E-Bike“, so Sommer.

Qualität und High-Tech

Bei Schindelhauer ist man sehr glücklich über diese Lösung. Die Berliner Firma gilt in der Branche als besonders design-orientiert. Gleichzeitig legt Co-Gründer Jörg Schindelhauer Wert auf Qualität und High-Tech:  „Das war auch einer der Hauptgründe, warum wir mit Mahle zusammenarbeiten: Weil Mahle im Prinzip ein Gesamtsystem liefert, welches aufeinander abgestimmt ist. Das heißt  wir haben da wirklich eine sehr hohe Qualität und eine sehr hohe Integrations-Qualität, denen diese Einzelkomponenten, die es auf dem Markt gab nicht gerecht geworden sind. Wir hatten da schon einen sehr hohen Anspruch, und dem ist Mahle sehr gut gerecht geworden“, sagt  Jörg Schindelhauer.

Zu diesem Anspruch gehört auch, dass die Systeme digital vernetzt sind und dem Kunden mehr bieten als den reinen Antrieb, erklärt Jochen Sommer von Mahle: „Ich kann dann nach der Fahrt schauen, wann war ich denn wie schnell, ich kann es mir auf der Karte anschauen, ich kann schauen, wieviel Leistung hat denn mein Motor gebracht. Und was im Fahrradbereich auch noch sehr wichtig ist, im E-Bike Bereich vor allem: Wenn ich eventuell entsprechende Wartungsbedarfe hab, kann ich direkt über meine App Fehler auswerten, analysieren und kann dann entsprechend dem Laden Informationen zur Verfügung stellen.“

Technologien aus dem Autobau

Bei Mahle ist man sichtlich stolz darauf, Technologien, die ursprünglich aus dem Automobilbau kommen, für die Fahrradbranche weiterentwickelt zu haben. Die Idee dafür sei von den Mitarbeitern selbst gekommen, sagt Konzernchef Jörg Stratmann. Es sei wichtig, über den Tellerrand hinaus zu blicken: „Dafür fördern wir in unserem Unternehmen eine offene Innovationskultur. Und als Teil dessen ist herausgekommen, dass einige Entwickler festgestellt haben, dass Motoren aus unserem Mechatronik-Bereich, genauer gesagt Lenkhilfe-Motoren, als E-Bike Antrieb geeignet sind, und sie haben so den Stein ins Rollen gebracht“, sagt der Konzernchef.

Inzwischen sind die Mahle-Systeme sehr begehrt in der Fahrrad-Industrie. Jörg Schindelhauer zum Beispiel plant gleich mehrere neue E-Bike-Modelle. Die Nachfrage ist  riesig. Bei Schindelhauer erwartet man das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. Einen ganz wichtigen Tipp aber hat Jörg Schindelhauer für alle, die sich ein neues Fahrrad kaufen wollen: Man sollte sich etwas Zeit für Beratung nehmen: „Um herauszufinden welches Fahrrad am Besten zu mir passt ist der Weg zum Fachhändler eigentlich der Beste“, weiß der Experte.

Ein Beitrag erstellt in Zusammenarbeit mit der Mahle GmbH

Weiterführende Informationen

finden Sie unter www.mahle.com

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